Präventions-, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs am 11. Februar 2017. Foto: Julian Hertzig

Der gemeinnützige, eingetragene Verein und freier Träger der Jugendhilfe „Netzwerk Kinder und Jugendarbeit“ hatte zu einem Präventions-, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Kinder ab sechs Jahren nach Eisingen eingeladen. Veranstalter und Kurs-Organisator Michael Langenhorst konnte am Abschlusstag auch die Eltern, Geschwister und Großeltern der Teilnehmer begrüßen.

Klaus Dausacker, der erfahrene Kursleiter, wiederholte zusammen mit den 18 Kindern die wichtigsten Kursinhalte und gab auch den Eltern Tipps. Es ging um den Begriff der Notwehr, Gefühle als Warnsignale, gute und schlechte Geheimnisse, Einsatz von Körpersprache und Stimme und auch um das Erkennen von gefährlichen Situationen und sogenannten Rettungsinseln auf dem täglichen Schulweg der Kinder. Oftmals hilft schon die richtige, aufrechte und selbstbewusste Körpersprache vor Mobbing und brenzligen Begebenheiten.

„Starke Kinder werden viel seltener zu Opfern von jeglicher Gewalt, auch von psychischer Gewalt“, weiß Sozialpädagoge Langenhorst zu berichten. Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, sollten alle, die Eltern, die Schule, die Vereine, die Freunde, die Kinder stärken und zu selbstbewussten Menschen begleiten. Das ist der beste Schutz. Und es geht nicht unbedingt immer um die körperliche Gewalt durch Straftäter. Auch im alltäglichen Leben gibt es genügend Situationen, wo man „stark und selbstbewusst, also selbstsicher“ auftreten muss.

Klaus Dausacker, der verschiedene Ausbildungen in JIU JITSU und Judo gemacht hat und solche Kurs durchführen darf, konnte den Kids aber auch wichtige und sehr wirksame Ernstfalltechniken für Notsituationen mit auf dem Weg geben. So wurden verschiedene Nervendrucktechniken, der Handballenstoß, Abwehr von Distanzgriffen, Abwehr von Klammergriffen und die Selbstverteidigung in Verhältnismäßigkeit zum Angriff eingeübt. So manche Eltern mussten etwas schmerzhaft erfahren, wie effektiv mancher Griff der Kinder war. Zum Abschluss zerschmetterten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Kiefernholzbrett mit der bloßen Hand oder dem Fuß. Gestärkt und stolz nahmen die Jüngsten der Gemeinde die Urkunden entgegen.

Der Kurs wird im Herbst in Eisingen wiederholt. Das Angebot konnte sehr preisgünstig angeboten werden – Sponsoren waren die Gemeinde Eisingen sowie der Kreisjugendring Würzburg. Der Organisator bedankte sich bei den Zuschussgebern sowie bei der Grundschule Eisingen-Waldbrunn für die freundliche Kooperation.

 

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