Der Deutsche Krieg von 1866 ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten, obgleich er von weitreichender Bedeutung für die deutsche Geschichte war. Die Rivalität zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft im Deutschen Bund wurde damals endgültig zugunsten Preußens entschiede. Österreich wurde aus Deutschland herausgedrängt. Die Weichen zur Einigung Deutschlands unter preußischer Führung waren damit gestellt.

Gerade Unterfranken wurde von diesem Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem sog. Mainfeldzug lieferten sich im Juli 1866 preußische Truppen und Soldaten der süddeutschen Verbündeten der Habsburgermonarchie in unserer Region heftige, verlustreiche Gefechte und hinterließen eine Spur der Verwüstung.

Es ist dem Arbeitskreis Deutscher Krieg 1866 zu verdanken, dass nun im Gedenkjahr 2016 an diesen Krieg in zahlreichen Veranstaltungen erinnert wird. Dies geschieht nicht in einer zentralen Gedenk­veranstaltung, sondern an den konkreten Schauplätzen des Krieges entlang den Marschrouten der Armeen. Eingebunden sind deshalb Kommunen der vier Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen. Insbesondere das Gebiet im Westen des Landkreises Würzburg spielte im Mainfeldzug eine bemerkenswerte Rolle, fanden hier doch am 25. und 26. Juli 1866 im Gebiet von Roßbrunn, Uettingen und Helmstadt letzte Gefechte der verfeindeten Truppen statt.

Auszug aus dem Grußwort von Herrn Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer

 

Mehr dazu in der zum Download angebotenen Broschüre:

 

Der Friede von Eisingen

Eisingen blieb von den Kampfhandlungen weitgehend verschont. In der Friedhofsmauer findet sich die Grabplatte des dort beerdigten Georg Bender aus Würzburg vom 8. Jäger-Bataillon. Das Dorf war insofern wichtig für den Mainfeldzug, da sich im Pfarrhaus vom 27. bis 29. Juli und vom 31. bis 2. August das preußische Hauptquartier mit General von Manteuffel befand, der die Waffenstillstandsverträge mit Bayern, Württemberg, Baden, Hessen-Darmstadt und Nassau, die die Kämpfe in Süddeutschland beendeten, hier unterzeichnete. Die bayerische Unterschrift durch deren Armeeführer Prinz Carl von Bayern, einem Onkel des Königs Ludwig II., erfolgte übrigens etwas später in Kitzingen.


Programm der Gedenkveranstaltung

am Samstag, dem 30. Juli 2016

18:00 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Eisingen

19:30 Uhr: Theaterstück „Der Friede von Eisingen“ von und mit Markus Grimm (ausgezeichnet mit dem Würzburger Kulturförderpreis und dem Sprachbewahrerpreis des Vereins Deutsche Sprache)

Aufführung vor dem Pfarrhaus, in dem die Waffenstillstandsverhandlungen geführt wurden

Die Blaskapelle „Die Eisinger“ spielt Musikstücke aus der Zeit um 1866


Buchverkauf

Das in der Anzeige erwähnte → Buch kostet 12,-- €. Es kann im Rathaus im Bürgerbüro bzw. bei der Gemeindekasse erworben werden.

 

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