Alle Neubauwohnungen müssen seit 01. Januar 2013 mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein - Nachrüstpflicht für Altwohnungen bis zum 31. Dezember 2017

WÜRZBURG. In Deutschland verunglücken rund 600 Menschen pro Jahr tödlich durch Brände, die überwiegende Zahl in ihren Wohnungen. 90% der Todesopfer sterben an einer Rauchvergiftung, denn Rauch ist schneller und lautloser als Feuer. Er überrascht Sie im Schlaf. Die hochgiftigen Rauchgase versperren innerhalb kürzester Zeit die Sicht und nehmen jegliche Orientierung.

Vor diesem Hintergrund hat die Regierung von Unterfranken bereits in der Vergangenheit die Anbringung von Rauchmeldern wiederholt dringend empfohlen.

Im Brandfall verbleiben nur wenige Minuten, um die Wohnung zu verlassen, in der ein Brand entstanden ist. Bereits das Einatmen eines einzigen Atemzugs mit Brandrauch kann, je nach Art der verbrannten Gegenstände, tödlich sein. Rauchwarnmelder können daher bei einem geringen Kostenaufwand Leben retten, und dies auch nachts über entsprechenden Alarmton nach dem Motto: „Alles schläft, einer wacht“.


Zur Rechtslage:

Für alle Wohnungsneubauten gilt ab dem 01. Januar 2013 eine gesetzliche Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen (bei Mietwohnungen in der Regel der Vermieter) sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten bzw. nachzurüsten. Auf diese Regelung in der Bayerischen Bauordnung weist die Regierung von Unterfranken hin.


Wieviele und wo müssen Rauchwarnmelder in einer Wohnung installiert werden?

Vorgeschrieben ist laut Gesetz mindestens 1 Rauchwarnmelder in jedem Kinderzimmer, in jedem Schlafzimmer und in den Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird (in der Regel an der Decke). Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern (bei Mietwohnungen also den Mietern), es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Regierung von Unterfranken - PM vom 14.01.2014

 

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