Die Ausweisung und Erschließung von Neubaugebieten förderte die Entwicklung Eisingens von einer ehemals rein landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem bekannten und beliebten Wohnort im Landkreis Würzburg. Das sportliche, kulturelle und gesellige Leben in Eisingen wird von über 30 Vereinen, Verbänden und Gruppen gefördert und gestaltet.

 

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen der Gemeinde Eisingen in Unterfranken
Einwohnerstand (Haupt- und Nebenwohnsitz) jeweils zum 31.10.


2016: 3.589
2015: 3.568
2014: 3.553
2013: 3.591
2012: 3.606
2011: 3.616

2010: 3.637
2009: 3.653
2008: 3.649
2007: 3.647
2006: 3.626

2000: 3.561

1996: 3.336

1987: 2.492

1970: 1.496

1867:   477

 

Weiler Erbachshof

Zu Eisingen zählt auch der Weiler Erbachshof im östlichen Gemarkungsgebiet liegend, ein ehemaliges landwirtschaftliches Hofgut, das Ausgangspunkt für die Besiedlung Eisingens gewesen sein dürfte, was aus einer Urkunde des Bischofs Burkard von Würzburg aus dem Jahre 748 hervorgeht. Bei der Freilegung eines fränkischen Reihengräberfeldes am nördlichen Ortsrand der Gemeinde wurde eine fränkische Siedlung einwandfrei in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts nach Christus datiert. Die Gemeinde Eisingen selbst stand mehrere Jahrhunderte unter der Herrschaft des Ritterstifts St. Burkard, Würzburg.

 

St. Josefs-Stift Eisingen

Weit über die Grenzen des Großraums Würzburgs hinaus wurde Eisingen bekannt durch das St. Josefs-Stift für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, das von 1968 - 1971 errichtet wurde. In dieser Einrichtung leben rund 380 behinderte Personen, die soweit möglich am örtlichen und geselligen Leben in Eisingen teilnehmen und von den Einwohnern Eisingens angenommen sind. Das St. Josefs-Stift hat für Eisingen zentrale Bedeutung, ist es doch nicht nur eine der größten Behinderteneinrichtungen in Bayern, sondern auch Arbeitgeber für mehr als 400 Beschäftigte, darunter viele aus Eisingen.

Die Geschichte des St. Josefs-Stifts ist ganz besonders mit einer Person verbunden: Pfarrer Robert Kümmert (1909-1991), langjähriger Caritasdirektor in Würzburg. Auf die Initiative einer Mutter verschrieb er sich in den 1960er Jahren der Idee, für Menschen mit Behinderung einen Lebensort zu schaffen, der ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Mit viel Tatkraft und Energie baute er den Verein und die Einrichtung auf. Zwischen 1970 und 1972 entstanden nach Plänen des Architekturbüros Gründel & Kurz (Würzburg) die Gebäude der Zentraleinrichtung in Eisingen. 1984 bis 1986 kam die Kirche, das heutige Wahrzeichen des Stifts, dazu.

 

Jugendstiftung Hans-Georg Noack

Das literarische Werk des Jugendbuchautors Hans-Georg Noack war und ist dem solidarischen Zusammenleben der Menschen, dem Schutz von Minderheiten, dem Verständnis für Randgruppen und Außenseiter, dem Gedanken der Mitverantwortung aller für die Wahrung der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechte jedes Menschen gewidmet. Die anlässlich des 70. Geburtstages des Autors errichtete Stiftung soll eine praktische Weiterführung dieses literarischen Wirkens sein und die selben Ziele auf einer anderen Ebene verfolgen.

Hans-Georg Noack war ein deutscher Kinder- und Jugendbuchautor, Übersetzer und Verleger. Er wurde 12. Februar 1926 in Burg (bei Magdeburg) geboren. Er lebte viele Jahre in Eisingen und starb am 15. November 2005 im Alter von 79 Jahren in Würzburg.

 

 

Eisingen hat eine gute Infrastruktur, welche gekennzeichnet ist durch:

  • eine Grundschule mit Mittagsbetreuung
  • ein Jugendzentrum (JuZ)
  • einen fünfgruppigen Kindergarten mit Kinderkrippe
  • eine Krabbelstube
  • eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren
  • einen praktischen Arzt
  • eine Zahnärztin und einen Zahnarzt
  • eine Apotheke
  • zwei Zweigstellen von Geldinstituten
  • zwei größere Lebensmittelmärkte und
  • verschiedene andere Geschäfte für Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs
  • eine Metzgerei
  • einen Partyservice
  • Freizeit- und Sportanlagen der örtlichen Vereine und der Gemeinde, insbesondere drei Spielflächen für Fußball, eine Allwettersportanlage, zwei Tennisplätze, eine Mehrzweckhalle (Erbach-Halle), eine Schulsporthalle, ein Schützenhaus, eine Reithalle mit Reitsportanlage
  • ein schnelles Internet (DSL und Kabel)

 

 

Vereine, Verbände und Grupppen

Das sportliche, kulturelle und gesellige Leben in Eisingen wird von über 30 Vereinen, Verbänden und Gruppen gefördert und gestaltet. Größter Verein ist der TSV Eisingen.

 

Backhäuslesfest

Herausragend im örtlichen Festreigen ist jedes Jahr das Eisinger Backhäuslesfest, ein weit über die Grenzen Eisingens hinaus bekanntes Heimat- und Dorffest, bei dem in den alten Steinbacköfen Brot und Blaatz gebacken wird.

 

Kirchen in Eisingen

Es herrscht nicht zuletzt in Eisingen auch ein reges kirchliches Leben durch die katholische und evangelische Kirchengemeinde, für etwa 2.500 katholische Christen, und für etwa 550 evangelische Christen.

  • In der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus befindet sich das von dem berühmten Würzburger Bildhauer und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider geschaffene Kruzifix, das "Eisinger Riemenschneiderkreuz".
  • Das evangelische Gemeindezentrum mit der Philippuskirche wurde 1998 für die evangelischen Christen aus Eisingen, Kist und Waldbrunn gebaut.
  • Mit der St. Josefskirche im St. Josefs-Stift gibt es im Ort insgesamt drei Kirchen.

 

Baumaßnahmen

Die Gemeinde hat in den letzten Jahren dank günstiger Finanzlage ein großes Investitionsvolumen abgewickelt. Größere Baumaßnahmen waren die Sanierung von Kanal- und Wasserleitungen in der Hauptstraße wie um Kirche und Rathaus, verbunden mit einer Neugestaltung des Straßenraums im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms des Freistaats Bayern, die Friedhofserweiterung, die Erschließung von Wohnbaugebieten und des etwa neun Hektar großen Gewerbegebiets "Landwehr" nördlich des Erbachshofes. Das Gewerbegebiet soll die Infrastruktur Eisingens durch Erhalt und Neuansiedlung vor allem von mittelständischen Betrieben aus dem Bereich des Handwerks, Handels und des Dienstleistungssektors weiter verbessern. Mehr als 60 Betriebe der verschiedensten Art sind in Eisingen tätig.

Höhepunkte der gemeindlichen Investitionstätigkeit waren der Bau einer Schulsporthalle, die Sanierung mit Anbau der alten Turnhalle als Mehrzweckhalle (Erbach-Halle), der Ausbau der westlichen Hauptstraße und die Sanierung des Rathauses.

Ganz wichtig war für die Gemeinde auch, dass im Dezember 1996 der Anschluss an das Erdgasnetz der Stadtwerke Würzburg AG vollzogen werden konnte und damit eine umweltfreundliche Energie auch in Eisingen zur Verfügung steht.

Von März bis Juni 2014 wurden umfangreiche Kanalarbeiten im Müllersweg und die bauliche Umgestaltung am Place de Bernières-sur-Mer durchgeführt.

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung von Diensten. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen ...