Tourismus

Wissenswertes über Eisingen

Eisingen im Landkreis Würzburg gehört zur Region Mainfranken im Regierungsbezirk Unterfranken, einem der sieben Regierungsbezirke im Freistaat Bayern.

 

Geografische Lage – Anbindung und Wohnwert

49º 45′ 35” Nord, 9º 49′ 52” Ost

Den Wohnwert der Gemeinde Eisingen bestimmen viele Faktoren – wie beispielsweise die Lage unweit zu den großen Staatswaldgebieten, dem Guttenberger Forst im Osten und dem Irtenberger Forst im Südwesten als wichtige Naherholungsbereiche – die günstige Verkehrslage durch die Nähe zu den Autobahnanschlussstellen der A 3 bei Kist und Helmstadt, sowie zur A 81 bei Gerchsheim, eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die Tatsache, dass am Ort alle wichtigen Einrichtungen zum Wohnen und Leben vorhanden sind, bis hin zu einem vielseitigen Sport- und Freizeitangebot der Vereine und einem regen kirchlichen Leben der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden.

Als vorteilhaft wird auch die vom Luftaustausch begünstigte Höhenlage empfunden – zwischen 300 und 360 m über dem Meeresspiegel. Von den Höhen um Eisingen kann man bei klarem Wetter bis in den Spessart und in die Vorderrhön blicken.

 

► Bilder aus Eisingen

► Sehenswürdigkeiten

 

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Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen der Gemeinde Eisingen in Unterfranken
Einwohnerstand (Haupt- und Nebenwohnsitz) jeweils zum 31.10.

2017: 3.548
2016: 3.589
2015: 3.568
2014: 3.553
2013: 3.591
2012: 3.606
2011: 3.616

2010: 3.637
2009: 3.653
2008: 3.649
2007: 3.647
2006: 3.626

2000: 3.561

1996: 3.336

1987: 2.492

1970: 1.496

1867:   477

 

Weiler Erbachshof

Zu Eisingen zählt auch der Erbachshof, der im östlichen Gemarkungsgebiet unweit der B27 (Romantische Straße) liegt. Der Weiler ist ein ehemaliges landwirtschaftliches Hofgut, das Ausgangspunkt für die Besiedlung Eisingens gewesen sein dürfte. Das geht auch aus einer Urkunde des Bischofs Burkard von Würzburg aus dem Jahre 748 hervor. Bei der Freilegung eines fränkischen Reihengräberfeldes am nördlichen Ortsrand der Gemeinde wurde eine fränkische Siedlung einwandfrei in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts nach Christus datiert. Die Gemeinde Eisingen selbst stand mehrere Jahrhunderte unter der Herrschaft des Ritterstifts St. Burkard, Würzburg.

 

St. Josefs-Stift Eisingen

Weit über die Grenzen des Großraums Würzburgs hinaus wurde Eisingen bekannt durch das St. Josefs-Stift für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, das von 1968 – 1971 errichtet wurde. In dieser Einrichtung leben rund 380 behinderte Personen, die soweit möglich am örtlichen und geselligen Leben in Eisingen teilnehmen und von den Einwohnern Eisingens angenommen sind. Das St. Josefs-Stift hat für Eisingen zentrale Bedeutung, ist es doch nicht nur eine der größten Behinderteneinrichtungen in Bayern, sondern auch Arbeitgeber für mehr als 500 Beschäftigte, darunter viele aus Eisingen.

Die Geschichte des St. Josefs-Stifts ist ganz besonders mit einer Person verbunden: Pfarrer Robert Kümmert (1909-1991), langjähriger Caritasdirektor in Würzburg. Auf die Initiative einer Mutter verschrieb er sich in den 1960er Jahren der Idee, für Menschen mit Behinderung einen Lebensort zu schaffen, der ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Mit viel Tatkraft und Energie baute er den Verein und die Einrichtung auf. Zwischen 1970 und 1972 entstanden nach Plänen des Architekturbüros Gründel & Kurz (Würzburg) die Gebäude der Zentraleinrichtung in Eisingen. 1984 bis 1986 kam die Kirche, das heutige Wahrzeichen des Stifts, dazu.

 

Jugendstiftung Hans-Georg Noack

Das literarische Werk des Jugendbuchautors Hans-Georg Noack war und ist dem solidarischen Zusammenleben der Menschen, dem Schutz von Minderheiten, dem Verständnis für Randgruppen und Außenseiter, dem Gedanken der Mitverantwortung aller für die Wahrung der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechte jedes Menschen gewidmet. Die anlässlich des 70. Geburtstages des Autors errichtete Stiftung soll eine praktische Weiterführung dieses literarischen Wirkens sein und die selben Ziele auf einer anderen Ebene verfolgen.

Hans-Georg Noack war ein deutscher Kinder- und Jugendbuchautor, Übersetzer und Verleger. Er wurde 12. Februar 1926 in Burg (bei Magdeburg) geboren. Er lebte viele Jahre in Eisingen und starb am 15. November 2005 im Alter von 79 Jahren in Würzburg.

 

40 Jahre Eisinger Backhäuslesfest

Herausragend im örtlichen Festreigen ist das bis einschließlich 2017 insgesamt 40 Jahre lang am letzten Wochenende im Juni ausgerichtete Eisinger Backhäuslesfest, ein weit über die Grenzen Eisingens hinaus bekanntes Heimat- und Dorffest, bei dem in den alten Steinbacköfen des Backhauses in der Dorfmitte Brot und Blaatz gebacken wurde.

 

Kirchen in Eisingen

In Eisingen herrscht ein reges kirchliches Leben. Die katholische Kirchengemeinde zählt etwa 2.500 und die evangelische Kirchengemeinde etwa 550 Christen.

  • In der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus befindet sich das von dem berühmten Würzburger Bildhauer und Bildschnitzer Tilman Riemenschneider geschaffene Kruzifix, das „Eisinger Riemenschneiderkreuz“.
  • Das evangelische Gemeindezentrum mit der Philippuskirche wurde 1998 für die evangelischen Christen aus Eisingen, Kist und Waldbrunn gebaut.
  • Mit der St. Josefskirche im St. Josefs-Stift gibt es im Ort insgesamt drei Kirchen.